Die Heilige in allen Nöten des Lebens

Raum 4 - Heilige als Helfer in ausweglosen Situationen

Das Alltagsleben der bäuerlichen Bevölkerung Österreichs stand in enger Verbindung mit der katholischen Religion. Man begann und beendete den Tag mit einem Gebet, lebte in Gottesfurcht, aber auch mit dem göttlichen Trost.

Heilige stellten gewissermaßen das Verbindungsglied zwischen dem Irdischen und dem Göttlichen dar. Familiärer, vertrauter und greifbarer als die Dreifaltigkeit, waren sie Adressaten in jenen Nöten, die man nicht wagte, dem Allmächtigen vorzutragen. Der Votant (“votum“ - lateinisch: das gelobte Opfer, spätlateinisch: Wallfahrt) legte gewissermaßen sein Schicksal in die Hand des Heiligen und empfand Erleichterung durch das Abgeben der Verantwortung.